30. September 2026

Die größte Herausforderung von Rezyklaten bei Kunststoffen ist nicht die Qualität, sondern ihre Konstanz.

Rezyklate und Rezyklatquoten werden aus regulatorischen Anlässen viel diskutiert. Viel zu wenig wird dabei auf die Schwankung in der Qualität eingegangen. Dabei ist wichtig zu verstehen, dass die Qualität von Rezyklaten nicht schwankt, weil das Recycling der Kunststoffe schlecht funktioniert. Sie schwankt, weil jedes Rezyklat bereits eine andere Lebensgeschichte hinter sich hat.

Der Kunststoff war bereits schon einmal den folgenden Einflüssen ausgesetzt:

– UV-Strahlung
– Temperatur
– Sauerstoff
– Mechanischer Belastung

Setzt man solch einen Kunststoff noch einmal ein führt das zu veränderten bzw. kürzeren Polymerketten im Material z.B. durch Alterung des Kunststoffes.

In der Verarbeitung von Rezyklaten kommt es somit häufig zu einem steigenden oder schwankenden MFI und zu geringeren Schlagzähigkeit, wodurch sich die Langzeitstabilität verändert. Genau deshalb sind Prozessstabilität und gleichbleibende Eigenschaften eine der größten Herausforderungen bei der Kreislaufwirtschaft.

Calciumcarbonat kann zwar nicht die Alterung des Polymers rückgängig machen, hilft jedoch die

✅ Steifigkeit zu stabilisieren
✅ Schwindung zu reduzieren
✅ Dimensionsstabilität zu verbessern
✅ Rezepturen robuster auszulegen

Die Zukunft der Kreislaufwirtschaft entscheidet sich somit nicht allein an der Rezyklatquote, sondern an der Fähigkeit, trotz unterschiedlicher Materialhistorien konstante und wirtschaftliche Anwendungen zu realisieren. Dies ist einer der Gründe, warum wir unsere ressourcenschonende Eco-Carb-Linie aktuell erweitern.

Weiterführender Link: https://alpha-calcit.net/de/umwelt/