Geschichte

Meilensteine aus 100 Jahren Entwicklung von Industriemineralen

1919

Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg, im Jahr 1919, beginnt Hermann Münchow mit seinem noch jungen Unternehmen ‚Teutonia‘ damit, Jura-Natursteine, die in der Region Ulm zu finden sind, zu mahlen. Diese Granularität wird für Formulierungen für Fensterkitt eingesetzt, der Handelsname ist ‚Teutonia, ölsparende Kittkreide, Mahlung K‘.

1920er Jahre

1922 wird der erste Kunde in der Linoleumbranche gewonnen, das Unternehmen ‚Rheinische Linoleumwerke Bedburg‘. Weitere namhafte Hersteller folgen, darunter die DLW (1927).
Neue Marktsegmente werden erschlossen, wie zum Beispiel Spachtelmasse für Lampenfassungen oder die Kautschukindustrie (1928).

1930er Jahre

Eine neue Klasse von ‚Juraweiß‘-Füllstoffen, die speziell für die – zur damaligen Zeit – neue Produktkategorie von industriellen Dispersionsfarben entwickelt wurde, wird eingeführt, z.B. in Murjahn FFF-Farben.

1950er Jahre

Die prosperierende Ära des Wirtschaftswunders ist nicht nur durch ein starkes und langanhaltendes Wachstum, sondern auch durch neue Materialien wie PVC und synthetische Bindemittel gekennzeichnet. Unter dem Markennamen CALCICOLL® SW wird die neue Klebstoff- und Bodenbelagsindustrie beliefert.

1960er Jahre

Die ersten hydrophoben Füllstoffe für die Kabel- und Kautschukindustrie werden unter dem Markennamen ‚Aktiv Juralin‘ auf den Markt gebracht.

1970er Jahre

Alpha Calcit beginnt mit der Lieferung von weißem Marmorgranulat mit einem bis dahin unerreichten Weißgrad aus seinem Steinbruch in Österreich. Durch Einführung der Klassierung in 0,5 mm-Schritten wird ein industrieller Maßstab (im Vergleich zur herkömmlichen manuellen Auswahl von Marmorsteinen) erreicht. Das erste CaCO3 Slurry für die Papierindustrie wird entwickelt.

1980er Jahre

Die Entwicklung in der Teppichrücken-Industrie liefert den Startpunkt für die Herstellung von Füllstoffen in der Farbe des Teppichrückens – die CALCITUFT® Füllstoffe. Pro Jahr werden einige 100 Tausend Tonnen verkauft.

1990er Jahre

Die Entwicklung staubfreier Füllstoffe mit geringen Feinanteilen markiert einen weiteren Meilenstein (CALCILIT® KA und CALCILIT® G)

2000er Jahre

Der Abbau von Marmorstein wird durch eine automatisierte Selektion auf Basis opto-elektronischer Systeme ergänzt. Zusätzlich werden die Steine zweimal gewaschen, um den Weißgrad noch weiter zu verstärken und schwarze Flecken zu vermeiden.
Die erste On-Site-Anlage für Papierbeschichtung auf Basis von ausgeschlossenen Streichfarben wird errichtet (patentiert). In China revolutioniert das AlphaCarb-System bis heute die Papierindustrie.

2019

Im Jahr seines hundertjährigen Jubiläums blickt Alpha Calcit als Trendsetter nicht nur mit Stolz zurück, sondern bietet auch weiterhin technische Lösungen für Anwendungen an, die in Zukunft für Wachstum sorgen. Ein breit gefächertes und ausgewogenes Produktportfolio, das kontinuierlich an die Anforderungen des Marktes angepasst wird, bildet die Basis für Zukunftstrends wie transparente Füllstoffe oder flüssige, abfallreduzierende Titandioxid-Slurries.
Alpha Calcit mit Hauptsitz in Köln (D) und mehreren Produktionsstätten in verschiedenen Ländern ist auch heute noch in Familienbesitz. Das Unternehmen hat sich einen Namen als moderner, vollständig vertikal integrierter Anbieter gemacht – vom Tagebau bis hin zum fertigen Industriemineralprodukt – und bietet eine Vielzahl an Industriemineralien an, wie

Marmorpulver (CALCILIT®)
Flammschutzmittel (ALFRIMAL®)
Oberflächenmodifizierte Calciumcarbonate (CALCIPLAST®)
Pigmentmischungen (TRIPAK®)
Weißpigmente (TiO2: ALPHAWHITE TI)
Kundenspezifische Lösungen (TiO2-Slurry: ALPHAWHITE TI SL)